Fachgerechte Analyse bei fäkaler Verunreinigung
Durch defekte Abwasserleitungen, verstopfte Abflüsse oder Überschwemmungen durch Hochwasser können Wasserschäden mit Fäkalwasser-Eintritt entstehen. Fäkalwasser enthält menschliche oder tierische Ausscheidungen oder stand mit diesen in Berührung. Bei Fäkalwasserschäden kommt es unmittelbar zu einer hohen Belastung mit Mikroorganismen. Eine Gefährdung erfolgt über den direkten Kontakt zu dem Wasser oder kontaminierten Baustoffen (Schmierinfektion).
Nachweis von Fäkalwasserschäden
Unser Labor MSt Bioanalytik führt den Nachweis von Fäkalwasserschäden und die Analyse von Abwasserschäden nach anerkannten mikrobiologischen Verfahren durch.
Indikatororganismen zur Beurteilung von Fäkalwasserschäden
Für den Nachweis einer fäkalen Kontamination werden typische Indikatororganismen untersucht:
- Escherichia coli (E. coli) – zeigt frische fäkale Belastung an
- Enterokokken – stabiler, auch bei älteren Verunreinigungen nachweisbar
- Gesamt-Coliforme Bakterien – Hinweis auf allgemeine hygienische Beeinträchtigungen
Nachweisverfahren im Labor
Die mikrobiologische Analyse erfolgt über die Kultivierung der Keime auf selektiven Nährmedien in Anlehnung an anerkannte Methoden der Trinkwasseranalyse (DIN EN ISO 9308-1, DIN EN ISO 7899-2):
- E. coli auf Coliforme chromogener Agar bei 37 °C
- Enterokokken auf Slanetz-Bartley- und Galle-Esculin-Azid-Agar
Überlebensfähigkeit und Umweltstabilität
Die Stabilität der Mikroorganismen spielt bei der Interpretation eine wichtige Rolle:
- E. coli ist empfindlich gegenüber Austrocknung, kann aber in Biofilmen überdauern.
- Enterokokken sind robuster und überstehen Umwelteinflüsse länger.
Probenahme und Transport
Für präzise Ergebnisse ist eine fachgerechte Probenahme unerlässlich:
Qualitative Untersuchung:
- Oberflächenproben und geringe Flüssigkeitsmengen: Aufnahme durch sterile Tupfer und Einbringen in Transportmedium (Amies-Agar).
- Transport: ungekühlt und innerhalb von wenigen Tagen ins Labor.
Quantitative Untersuchung:
- Wasserproben: sterile Gefäße (15 ml), ggf. mit Natriumthiosulfat.
- Materialproben: 5,0 cm x 2,0 cm oder ca. 20 g mit steriler Pinzette entnommen und fest in 2 Zip-Beutel verschlossen.
- Transport: gekühlt (2–8 °C) und innerhalb von 24 h ins Labor.
Unser Labor unterstützt Sie bei der Probenahme vor Ort oder stellt geeignete Probenahmesets bereit.
Bewertung und Ergebnisinterpretation
- Nachweis von E. coli oder Enterokokken→ Hinweis auf frische Kontamination
- Im Bild oben sind die biochemischen Nachweise durch Kulturverfahren auf Spezialnährböden zu sehen
Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Hygienebewertungen, Sanierungskonzepte und Versicherungsdokumentationen.
Sie benötigen einen Nachweis bei einem Fäkalwasserschaden?
Unser Labor MSt Bioanalytik bietet Ihnen eine schnelle und normgerechte mikrobiologische Analyse von Wasser, Materialien und Oberflächen.
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