Luftanalysen
Untersuchung von Luftproben, um die Belastung der Luft mit Schimmelpilzsporen oder die Wahrscheinlichkeit verborgener Schimmelpilzquellen in Innenräumen zu überprüfen; oder zur Freimessung nach einer Schimmelpilzsanierung.
Luftprobenahmen werden durchgeführt, um eine Schimmelpilzquelle in Innenräumen zu identifizieren, die z.B. durch Gerüche vermutet wird, oder um den Sporengehalt der Luft vor, während oder nach der Sanierung eines Schimmelpilzschadens nachzuweisen.
Dazu stehen zwei Methoden zur Verfügung: Die Luftprobenahme mit einem Impaktor direkt auf Nährböden, die dann im Labor kultiviert und die gewachsenen Schimmelpilze und Bakterien ausgewertet werden. Zum anderen die Sammlung von Partikeln in Spuren auf einem adhäsiven (klebrigen) Objektträger, bei der die Partikel und Sporen nach Anfärbung direkt unter dem Mikroskop ausgewertet werden. Bei beiden Methoden wird zum Vergleich Außenluft gesammelt und analysiert.
Um die Wahrscheinlichkeit einer Schimmelpilzquelle im Innenraum nachzuweisen, werden die Schimmelpilze bzw. Schimmelpilzsporentypen identifiziert und ausgezählt. Anhand der Bewertungshilfe für Luftproben, UBA-Schimmelleitfaden 2017-11, werden die Schimmelpilze bzw. Sporentypen nach ihrem Auftreten in der Außenluft und der Flugfähigkeit ihrer Sporen gewichtet.